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	<title>Flachs und Leinen &#187; Flachsanbau</title>
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	<description>Ein Netzwerk über Flachs und Leinen</description>
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		<title>Die Arbeit im Flachs vor 100 Jahren und heute &#8211; im Prinzip vergleichbar und doch so verschieden</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Jun 2017 21:13:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Egon Heger]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Flachsanbau]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Glück, dass die filmische Perle Der Flachs und seine Veredelung im Jahr 1918 durch die Zensur gekommen ist. Ein weiteres Glück, dass der damalige militaristische Zeitgeist durch einen einmaligen Auftritt eines Soldaten mit Karabiner und Besserwissercharakteristik abgehandelt ist. Ein drittes Glück, dass bis auf die großzügig interpretierte künstlerische Freiheit bei der Entleerung des Wasserröstbassins [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Glück, dass die filmische Perle <a href="https://www.filmothek.bundesarchiv.de/video/10574?set_lang=de">Der Flachs und seine Veredelung</a> im Jahr 1918 durch die Zensur gekommen ist. Ein weiteres Glück, dass der damalige militaristische Zeitgeist durch einen einmaligen Auftritt eines Soldaten mit Karabiner und Besserwissercharakteristik abgehandelt ist. Ein drittes Glück, dass bis auf die großzügig interpretierte künstlerische Freiheit bei der Entleerung des Wasserröstbassins (es wurden offenbar ohne zwischenzeitliche Röste die soeben in das Röstbecken eingelegten Flachsbündel vom trockenen Beckenboden wieder aufgeladen) die Macher sich viel Mühe gegeben haben, den seinerzeitigen Stand der Technik korrekt wiederzugeben. Auch wenn nicht jeder Betrachter die inhaltliche Geschlossenheit und gemächliche Erzählweise bzw. den seniorengerechten Filmschnitt zu schätzen wissen wird, so gibt der Film doch die harte Arbeitswirklichkeit von Frauen und Männern vor fast 100 Jahren authentisch wieder. Zudem ist der Film ein Muss für jeden herzgesunden Sicherheitsbeauftragten im textilverarbeitenden Gewerbe. Vielleicht scheint es nicht nur jenen  ein Wunder, dass die Hand beim Flachsschwingen mit der vlämischen Mühle noch alle 5 Finger aufweist.</p>
<p>Ganz anders wurde der <a href="https://www.youtube.com/watch?v=gRnLd1C-PW8">be linen movie</a> konzipiert. Mehr Emotion, kurze und knappe Information. Ich habe nur eine englisch untertitelte Version gefunden, der Inhalt ist ohnehin weitgehend selbsterklärend. Der französische Originaltext lässt jedenfalls einen wesentlichen Unterschied zu dem deutschen (Stumm)film überaus deutlich werden: Er ist eine Liebeserklärung an den Flachs, während der Stummfilm eher die harte Arbeit an und das zähe Ringen um den Flachs transportiert &#8211; im Prinzip vergleichbar und doch so verschieden.</p>
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		<title>Der Laie ist begeistert, der Fachmann verwirrt:  Winterhanf und Winterflachs</title>
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		<pubDate>Wed, 03 May 2017 13:48:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Egon Heger]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Flachsanbau]]></category>
		<category><![CDATA[Hanf]]></category>

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		<description><![CDATA[Vor etwa 15 Jahren sind die ersten Winterflachssorten auf den Markt gekommen. In klimatisch günstigen Gebieten wie der französischen Kanalküste werden diese Fasertypen etwa im gleichen Zeitraum wie Winterweizen gesät, um noch im Herbst aufzulaufen und in einer Pflanzenhöhe von 8-12 cm in die Vegetationsruhe zu gehen.  In dieser erträgt Winterflachs Kahlfröste bis etwa -10°C, [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Vor etwa 15 Jahren sind die ersten Winterflachssorten auf den Markt gekommen. In klimatisch günstigen Gebieten wie der französischen Kanalküste werden diese Fasertypen etwa im gleichen Zeitraum wie Winterweizen gesät, um noch im Herbst aufzulaufen und in einer Pflanzenhöhe von 8-12 cm in die Vegetationsruhe zu gehen.  In dieser erträgt Winterflachs Kahlfröste bis etwa -10°C, verabscheut jedoch längere Schneebedeckung, welche oft mit dem Auftreten von massiven Pilzproblemen verbunden ist. Wird der (milde) Winter gut überstanden, kann der Winterflachs seine Vorzüge wie den viel früheren Wachsstumsstart und die bessere Ausnutzung von den Winterniederschlägen voll ausspielen. Er kommt etwa zwei bis drei Wochen vor den sommeranuellen Sorten zur Blüte (Bild: Vollblüte Winterflachs 13. Mai, daneben Sommerflachs) und zur Reife, was bei Kombination von Flachswinterung und Flachssommerung zu einer beträchtlichen Erweiterung des Erntefensters führt und damit bei gleichem Erntemaschinenbesatz die Wahrscheinlichkeit der Erzeugung von Qualitätsfaser deutlich erhöht. Allerdings eilt der Fasergehalt von Winterflachssorten demjenigen von sommeranuellen Flachs noch nach. Während die aktuellen Winterflachssorten in der Praxis eher zwischen 27 und 33 % Gesamtfasergehalt liegen, erreichen die besten Sommerflachssorten  Fasergehalte in Größenordnung von 32 % bis knapp 40%, was bei einem guten Strohertrag von 8000 kg am Hektar einem Gesamtfaserertrag von mehr als 3 t /ha entspricht.</p>
<p>Einen grundsätzlich anderen Ansatz verfolgen die Befürworter von Winterhanf. Dieser soll möglichst früh nach Räumung der (Gemüse-oder Getreide)Vorfrucht als eine Art Zwischenfrucht gesät werden. Anders als beim Flachs wird erst gar nicht erwartet, dass der Winterhanf eben diesen Winter auch übersteht. Vielmehr erhofft man sich neben einem (noch nachzuweisenden) Rückhalteeffekt von Verlagerungs gefährdeten Nährstoffen auch besonders feine Hanffasern sowie eine Art Standröste der abgefrorenen Hanfstängel. Über den pflanzenbaulichen Kontext wie der eingeschränkten Trockensubstanzbildung von Zwischenfrüchten oder der Temperaturabhängigkeit des Längenwachstums von Hanf soll an dieser Stelle nicht weiter spekuliert werden. Eigene Erfahrungen mit der Feldröste von Flachs unter winterlichen Bedingungen zeigen jedoch, dass offenbar andere Pilze aktiv sind als dies bei der spätsommerlichen Tauröste der Fall ist. Trotz engmaschiger Beobachtung war nicht zu verhindern, dass entweder kein nennenswerter Rösteffekt oder eine Überröstung mit Aufspaltung der technischen Faserbündel in Elementarfasern extrem reduzierter spezifischer Zugfestigkeit als Ergebnis konstatiert werden mussten. </p>
<p>Vor diesem Hintergrund läge eine Fruchtfolge Winterhanf vor Sommerhanf in zuverlässig frostfreien Klimata bzw.Standorten mit auch im Winter hohen Temperatursummen sowie mit ausreichenden Herbst- und Frühsommerniederschlägen bzw. Beregnungsmöglichkeit näher als ein Zwischenfruchtanbau hierzulande.</p>
<p>http://www.nachwachsende-rohstoffe.biz/allgemein/feldversuch-&#8222;winterhanf&#8220;/</p>
<p>http://nfa-naturfaser.de/NFA_Aktionaersbrief_2017-02.pdf</p>
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		<title>„Oberflächlich betrachtet“: Eine frühe Aussaat kann auch zu früh sein!</title>
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		<pubDate>Tue, 17 Jun 2014 09:05:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Egon Heger]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Flachsanbau]]></category>

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		<description><![CDATA[Der noch im März bejubelte allgemein frühe Aussaattermin hat auch seine Schattenseiten. Insbesondere auf den schwereren Böden in Nordfrankreich, beispielsweise in den Regionen Seine-et-Marne oder Aisne, in den belgischen Küstenregionen oder im Raum Liège sind Teile der Anbauflächen durch unregelmäßigen und lückenhaften Aufwuchs gekennzeichnet.! Die Ursachen dafür werden in der mangelnden Frostgare der dortigen Böden [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Der noch im März bejubelte allgemein frühe Aussaattermin hat auch seine Schattenseiten. Insbesondere auf den schwereren Böden in Nordfrankreich, beispielsweise in den Regionen Seine-et-Marne oder Aisne, in den belgischen Küstenregionen oder im Raum Liège sind Teile der Anbauflächen durch unregelmäßigen und lückenhaften Aufwuchs gekennzeichnet.! Die Ursachen dafür werden in der mangelnden Frostgare der dortigen Böden sowie einen zu frühen Bearbeitungstermin bzw. zu nassem Boden zur Saat gesehen.! Die Folge war ein klutiges Saatbett, welches insbesondere unter den zunächst trockenen Bedingungen nach der Einsaat zu einem Auflauf der Flachspflanzen in mehreren Welle geführt hat. Einzelne Flächen mussten gar umgebrochen und erneut gesät werden.! Von diesem Phänomen sind etwa 3000 bis 6000 ha Flachs in unterschiedlicher Schwere betroffen.!</p>
<div id="attachment_2318" style="width: 810px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://flachs.de/wp-content/uploads/2014/06/ZweiphasigerAuflauf-Kopie.jpg"><img src="http://flachs.de/wp-content/uploads/2014/06/ZweiphasigerAuflauf-Kopie.jpg" alt="Ein klutiges Saatbett erlaubt keine einheitliche Ablagetiefe der Flachssamen und führt leicht zu Keimung und Auflauf in mehren Wellen." width="800" height="600" class="size-full wp-image-2318" /></a><p class="wp-caption-text">Ein klutiges Saatbett erlaubt keine einheitliche Ablagetiefe der Flachssamen und führt leicht zu Keimung und Auflauf in mehren Wellen.</p></div>
<p>Das Gros der Flächen in den Hauptanbauländern Frankreich, Belgien und Niederlande steht recht gut, auch wenn es lokal deutliche Unterschiede infolge relativ knapper Niederschläge in den Wochen nach der Aussaat gibt.! Nach dem milden Winter stehen die Bereiche, in denen Winterflachs (also im Herbst gesäter Flachs) angebaut wurde sehr gut da, bereits zu Beginn der letzten Maidekade waren die Bestände vollständig abgeblüht und durchweg etwa 1 Meter hoch.!</p>
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		<title>Bastfaserpflanzen im eigenen Rohstoffgarten &#8211; Wissenswertes für Schulprojekte, Museums- und Hausgärten</title>
		<link>https://flachs.de/blog/2014/05/05/bastfaserpflanzen-im-eigenen-rohstoffgarten-wissenswertes-fuer-schulprojekte-museums-und-hausgaerten/</link>
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		<pubDate>Mon, 05 May 2014 12:37:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Egon Heger]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Fasernessel]]></category>
		<category><![CDATA[Flachsanbau]]></category>
		<category><![CDATA[Ramie]]></category>

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		<description><![CDATA[Einerlei ob in mehr oder weniger öffentlich zugänglichen Gärten wie in Schulen, Freilichtmuseen und Kräuterparks oder im heimischen Garten, drei typische Bastfaserpflanzen gehören jedenfalls dann an prominenter Stelle hinein, wenn es um die Erzeugung von Textilien aus Pflanzen geht: Flachs, Fasernessel und Ramie. Grundsätzlich würde auch der Nutzhanf hinzu gehören, wären da nicht die vielfältigen [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://flachs.de/wp-content/uploads/2014/05/BesucherkinderimGarten.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-948" alt="" src="http://flachs.de/wp-content/uploads/2014/05/BesucherkinderimGarten.jpg" width="800" height="600" /></a><span id="more-933"></span></p>
<p>Einerlei ob in mehr oder weniger öffentlich zugänglichen Gärten wie in Schulen, Freilichtmuseen und Kräuterparks oder im heimischen Garten, drei typische Bastfaserpflanzen gehören jedenfalls dann an prominenter Stelle hinein, wenn es um die Erzeugung von Textilien aus Pflanzen geht: Flachs, Fasernessel und Ramie.<!--more--></p>
<p>Grundsätzlich würde auch der Nutzhanf hinzu gehören, wären da nicht die vielfältigen Restriktionen die der Gesetzgeber (Anbau von Nutzhanf nur mit behördlicher Genehmigung) vorsieht oder die Unvernunft von Mitmenschen (uneinsichtige Cannabisnutzer, die nicht wahrhaben möchten, dass das Rauchen von Nutzhanf außer einer Kohlenmonoxidvergiftung keinen spürbaren Effekt bringt)</p>
<p>Beschränkt man sich nun mehr oder weniger freiwillig auf die drei legalen Bastfaserpflanzen, so fällt zunächst der Unterschied auf, in welcher Form diese zu beschaffen sind: Faserlein, auch Flachs oder Faserflachs genannt, wird fast ausschließlich als Saatgut angeboten. Fasernessel und Ramie dagegen finden sich umgekehrt eher als lebende Pflanzen.<br />
Der Grund dafür liegt sowohl in dem Befruchtungsprozess als auch in dem Aufwand beim Säen:</p>
<ul>
<li>Faserlein bildet als Selbstbefruchter reichlich Samen, etwa 5% bis 7% seines Erntegewichts, die zudem im folgenden Frühjahr zu mehr als 90% auch keimen und auflaufen. Als Selbstbefruchter entspricht die neue Generation hinsichtlich genetischem Kode und damit Eigenschaften weitgehend der Elterngeneration.</li>
<li>Fasernessel und Ramie werden üblicherweise vegetativ vermehrt; dabei werden von der Elternpflanze Wurzel- oder Sprossteile abgetrennt, die im Falle der Wurzelteile sofort als eigenständige Pflanzen weiter wachsen oder im Fall der Sprossteile nach der Neubildung von Wurzeln aus der Rinde zu eigenständigen Pflanzen werden, die exakt das gleiche Erbgut wie die Mutterpflanze haben.</li>
<li>Fasernesseln können auch  aus Samen gezogen werden, jedoch würden aufgrund des weiten Pollenflugs die Samen einer Mutterpflanze dutzende von Vätern haben, darunter auch viele aus Brennnesselbeständen der Umgebung. Die Eigenschaften der neuen Fasernessel-Generation würden bei der Vermehrung  über Samen demnach weit auseinander driften, weil die Gene der Mutter, die beispielsweise einen hohen Fasergehalt beinhalten, durch die Gene von Brennnesselvätern mit geringem Fasergehalt „verdünnt“ werden.</li>
<li>Da zudem der für Faserqualität optimale Erntezeitpunkt der Fasernessel vor der Blüte liegt, sollten, wenn überhaupt, nur einige wenige Stängel für eine generative Vermehrung erhalten werden. Für Ramie gilt hinsichtlich des für die Faserqualität optimalen Erntezeitpunkts Ähnliches wie für die Fasernessel. Ohnehin kommt hierzulande kultivierter Ramie im Freiland nicht zuverlässig zur Blüte. Unsere Pflanzen haben ihre Blüten im Februar im Blumenfenster gebildet, immerhin etwa die Hälfte der gebildeten winzigen Samen war keimfähig.</li>
</ul>
<p>Vor die Wahl gestellt, wo in einem Garten die Bastfaserpflanzen denn stehen sollen lohnt es sich deren Standortansprüche genauer anzusehen: Faserlein liebt die Sonne und weniger nährstoffreichen  Boden, während Fasernessel und Ramie auch mit Halbschatten gut zurecht kommen und sehr nährstoffreiche Böden, vor allem in Bezug auf Stickstoff, bevorzugen. Da die Fasernessel, anders als Ramie, Brennhaare aufweist, empfiehlt sich für deren Standortwahl eine gewisse Abgeschiedenheit. Besser in einer Ecke oder am Rand und weiter weg von häufig frequentierten Laufwegen. Die Ramie ist mangels Brennhaaren angenehmer im direkten Umgang. Aufgrund ihres schnellen Höhen und Breitenwachstum sollte ihr Standort jedoch so gewählt werden, dass ihr Schattenwurf kleinere Pflanzen nicht beeinträchtigt. Nach unseren Erfahrungen ist eine Ramie-Pflanzung  entlang Mauern recht günstig, da sie im Frühjahr von deren gespeicherten Wärme profitiert und ihrem seitlichen Ausbreitungsbestreben zumindest in einer Richtung von vornherein Einhalt geboten ist.</p>
<p>Für beide Nesselgewächse, Ramie und Fasernessel, gilt dass sich gerne und schnell seitlich ausbreiten. Wenn man knapp mit Platz ist und sich die jährliche Arbeit der Zurückdrängung ersparen möchte, verwendet man am besten eine Wurzelsperre, welche diese Pflanzen in „ihrem“ Bereich festhält.</p>
<div id="attachment_903" style="width: 535px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://flachs.de/wp-content/uploads/2013/06/FlachsAufwuchs75cm23Juni13.jpg"><img class="size-medium wp-image-903 " alt="45 cm Längenwachstum in 13 Tagen: bei mehr als 3 Zentimeter am Tag kann man fast zusehen" src="http://flachs.de/wp-content/uploads/2013/06/FlachsAufwuchs75cm23Juni13-525x700.jpg" width="525" height="700" /></a><p class="wp-caption-text">45 cm Längenwachstum in 13 Tagen: bei mehr als 3 Zentimeter am Tag kann man fast zusehen</p></div>
<p>Das Zeitfenster für die <a href="http://shop.flachs.de/produkt/testprodukt/" target="_blank">Aussaat von Flachs</a> im Rohstoffgarten ist wesentlich größer als jenes für die Aussaat auf Großflächen. Saattermine von Mitte März bis Ende Mai sind möglich und stehen der Gewinnung von brauchbaren Flachsfasern nicht entgegen. Noch größer ist das Zeitfenster für <a href="http://shop.flachs.de/produktkategorie/lebende-pflanzen/faserpflanzen/" target="_blank">das Auspflanzen von  Fasernesseln</a>; hier kann von Mitte März bis Mitte September ausgepflanzt werden. Allerdings sollten nach Mitte Juli gepflanzte Fasernesseln im ersten Jahr nur zum geringen Teil beerntet werden, weil die Pflanzen die Möglichkeit brauchen, Reservestoffe in die Wurzeln einzulagern um im folgenden Frühjahr kräftig austreiben zu können. Eine Mittelstellung nimmt <a href="http://shop.flachs.de/produktkategorie/lebende-pflanzen/faserpflanzen/" target="_blank">Ramie</a> ein, sie sollte nicht vor den Eisheiligen ausgepflanzt werden,</p>
<p>Während Flachs bei trockenem Wetter nur gelegentlich, z.B. während der Keimung oder in der Streckungsphase gegossen werden muss, wünschen die Nesselgewächse schon eher feuchte Bedingungen, zumal auch nur dann ihr Nährstoffhunger befriedigt werden kann, wenn genügend Bodenwasser die Nährstoffe an die Pflanzen transportieren kann. Wer also 2 oder 3 Ernten von Fasernessel oder Ramie im Jahr erzielen möchte, tut gut daran, bei trockenem Wetter mit 10 bis 20 Litern Wasser je Quadratmeter und Woche nachzuhelfen. Das sollte dann auch im 2. Standjahr zu Erträgen von 1 bis 2 kg Stängelmasse je Quadratmeter führen. Dies entspricht dann zusätzlichen etwa 0,5 kg bis 1,5 kg Blattmasse, die als Pflanzenfarbstoff, in Form von Brennnesseljauche oder als Grundstoff für die Hausapotheke einen Zusatznutzen bringen. Im ersten Standjahr kann bei frühem Auspflanztermin mit knapp der Hälfe der zuvor genannten Erträge gerechnet werden, bei späten Auspflanzterminen nochmals deutlich weniger.</p>
<div id="attachment_950" style="width: 810px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://flachs.de/wp-content/uploads/2014/05/Ramie17Mai13.jpg"><img class="size-full wp-image-950 " alt="" src="http://flachs.de/wp-content/uploads/2014/05/Ramie17Mai13.jpg" width="800" height="600" /></a><p class="wp-caption-text">Ramie nach dem Wiederaustrieb im Frühjahr</p></div>
<div id="attachment_951" style="width: 810px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://flachs.de/wp-content/uploads/2014/05/RamieGarten6Juni13b.jpg"><img class="size-full wp-image-951 " alt="" src="http://flachs.de/wp-content/uploads/2014/05/RamieGarten6Juni13b.jpg" width="800" height="532" /></a><p class="wp-caption-text">Aufwuchs nach etwa 4 Wochen</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<p>Flachs kennt nur einen Erntetermin; dieser ist dann gekommen, wenn etwa 100 Tage nach der Aussaat die Flachspflanzen vollständig abgeblüht sind und sich aus den zarten blauen Blüten Kapseln entwickelt haben, in denen sich jeweils bis zu zehn Leinsamen finden.<br />
Die unteren Stängelblätter sind dann bereits abgefallen, die Stängel selbst beginnen sich von unten nach oben „zeisiggelb“ zu verfärben. Der Flachs wird durch „Raufen“, d.h. durch Ausziehen der Pflanzen aus dem Boden geerntet. Durch einfaches Trocknen wird das Erntegut haltbar gemacht um es zu einem späteren Zeitpunkt zu entkapseln und der Wasserröste zuzuführen. Alternativ kann der geraufte Flachs auch dünn ausgebreitet auf dem Feld verbleiben und dann der Tauröste überlassen werden.</p>
<div id="attachment_947" style="width: 810px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://flachs.de/wp-content/uploads/2014/05/1_ErnteFasernessellangeFraktion.jpg"><img class="size-full wp-image-947" alt="" src="http://flachs.de/wp-content/uploads/2014/05/1_ErnteFasernessellangeFraktion.jpg" width="800" height="600" /></a><p class="wp-caption-text">geerntete Fasernessel</p></div>
<p>Fasernessel wird im landwirtschaftlichen Anbau ein- bis zweimal geerntet, im gartenmäßigen Anbau zwei- bis dreimal. Sie wird im Rohstoffgarten am besten kurz vor oder zu Beginn der Blüte bei einer Länge von etwa 120 cm bis 170 cm geschnitten. Aufgrund der Brennhaare sich Handschuhe und lange Bekleidung notwendig. Die Blätter können direkt nach dem Schneiden von unten nach oben abgestreift werden und für eine Nutzung als Pflanzenfarbstoff oder Naturheilmittel getrocknet werden. Die überzähligen Blätter lassen sich sinnvoll zu einer  Brennnesseljauche ansetzen, die als natürliches Stärkungsmittel und zur Abwehr von u.a. Blattläusen im gesamten Garten  verwendet werden kann.</p>
<div id="attachment_949" style="width: 810px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://flachs.de/wp-content/uploads/2014/05/NesselstängelvorKalandern.jpg"><img class="size-full wp-image-949" alt="" src="http://flachs.de/wp-content/uploads/2014/05/NesselstängelvorKalandern.jpg" width="800" height="600" /></a><p class="wp-caption-text">Nesselstängel vor dem Kalendern</p></div>
<p>Beste Ramie wird geerntet, sobald die Stängel beginnen sich an der Basis von grün nach braun zu verfärben. Bei kleinen Flächen kann daher fast kontinuierlich, je nach Standort (Temperatur, Wasser, Nährstoffe) meist ab Mitte Juni geerntet werden. Meist sind 2 bis 3 Schnitte je Pflanze im Jahr möglich. Geschnitten wird etwa 10 bis 15 cm oberhalb des Bodens. Die Stängel sind dann etwa 100 cm bis 150 cm lang.Auch Ramie wird unmittelbar nach Schnitt entblättert, die Blätter werden von unten nach Oben abgestreift und analog der Fasernessel als Pflanzenfarbstoff oder Naturheilmittel getrocknet.</p>
<p>Während der Flachs als sommeranuelle Pflanze im Winter ohnehin nicht im Boden ist, frieren die oberirdischen Teile der Fasernessel im Winter ab. Sie treibt im Frühjahr ohne weitere Schutzmaßnahmen wieder aus. Anders die Ramie, ihre Wurzeln benötigen vor allem in strengen Wintern eine dicke Abdeckung aus Mulch, Flachsscheben oder Strohhäcksel um im nächsten Spätfrühjahr wie Phönix aus der Asche in wenigen Wochen mächtig auszutreiben. Flachs und Fasernessel haben dann jedoch in unseren Breiten einen kaum einzuholenden Vorsprung.</p>
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		<title>Flachsaussaat im Kleinen &#8211; einige Tipps und Tricks</title>
		<link>https://flachs.de/blog/2014/03/30/flachsaussaat-im-kleinen-einige-tipps-und-tricks/</link>
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		<pubDate>Sun, 30 Mar 2014 11:41:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Egon Heger]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Flachsanbau]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Flachsanbau im Kleinen kann zu einem wunderbaren Erlebnis werden, wenn einige Grund legende Eigenschaften und Bedürfnisse des Faserleins beachtet werden. Dabei spielt es nur eine untergeordnete Rolle ob es sich um eine Demonstrationsfläche in einem Freilichtmuseum, einem Schulgarten, einen Hausgarten oder ein Stück ackerbaulich genutzter Fläche handelt. Im Folgenden haben wir die wichtigsten Hinweise [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Der Flachsanbau im Kleinen kann zu einem wunderbaren Erlebnis werden, wenn einige Grund legende Eigenschaften und Bedürfnisse des Faserleins beachtet werden. Dabei spielt es nur eine untergeordnete Rolle ob es sich um eine Demonstrationsfläche in einem Freilichtmuseum, einem Schulgarten, einen Hausgarten oder ein Stück ackerbaulich genutzter Fläche handelt. Im Folgenden haben wir die wichtigsten Hinweise für „Neulinge“ zusammengefasst:<span id="more-923"></span></p>
<p>Flächenauswahl<br />
Der Flachs wünscht sich möglichst viel Sonne. Beschattung durch Bäume oder Gebäude, die über wenige Stunden am Tag hinausgeht, quittiert er durch mastigen Wuchs und verzögerter, dafür fast nie enden wollender Blüte. Daher: Flachs stets auf der Südseite von Gebäude oder hohen Bäumen aussäen. Ähnliche Folgen hinsichtlich für den Wuchs bringt ein zu nährstoffreicher Boden mit sich. Viele Gärten sind insbesondere hinsichtlich des Nährstoffs Stickstoff überdüngt. Dort wächst der Flachs in den ersten Wochen zwar scheinbar prächtig, fällt aber zur Blüte hin um und steht nie wieder auf richtig auf; für eine Fasergewinnung ist er dann verdorben. Dies geschieht besonders dann, wenn zu einem hohen Stickstoffgehalt des Bodens auch noch eine tägliche Beschattung kommt. Zwar kann man durch über Kreuz gespannte Schnüre das Schlimmste verhindern, dennoch wird die Flachsfaser grob und wenig reißfest.</p>
<p>Bodenvorbereitung<br />
Der Flachs möchte „das Mittagsläuten hören“. Er ist ein Flachkeimer und wünscht ein über sich feinkrümelige Erde und unter sich einen Anschluss an das Kapillarwasser des Bodens. Daraus folgt, dass ein nach dem Umgraben grobscholliger Boden wieder „rückverdichtet“ werden muss. Wenn bereits im Herbst umgegraben wurde geschieht dies quasi von selbst über Winter. Bei Umgraben im Frühjahr kann es notwendig sein, vor allem Böden mit hohem Tonanteil mehrfach intensiv mit Hacke ober Übertritt auf der Ebene der Saatgutablage zu verdichten.</p>
<p>Sortenwahl<br />
Es gibt in der EU rund 25 für den Feldanbau zugelassene Faserleinsorten, die sich in Fasergehalt und -qualität, Wuchs- und Blühverhalten sowie Samenertrag und Lagerneigung unterscheiden. Die angebotene Faserleinsorte „Marylin“ ist ein typischer, blaublühender und hoch wachsender Fasertyp. Falls handelübliche Leinsaat zu Ernährungszwecken – in der Regel Öllein – zur Verfügung steht, bietet es sich an, einen kleinen Bereich des vorgesehenen Areals mit diesem einzusäen. Spätestens nach 40 Tagen werden Sie den Unterschied erkennen. Zur Ernte wird der Öllein dann viel niedriger als der Faserlein sein und allenfalls die Hälfte seiner Faserausbeute bringen. Die an deutsche Verhältnisse gut angepasste Faserleinsorte &#8222;Marylin&#8220; finden Sie hier im Flachsshop.</p>
<p>Aussaatzeitpunkt<br />
In der konventionellen Landwirtschaft wird der Flachs so früh wie möglich gesät. Seine mangelnde Konkurrenzkraft gegenüber Unkräutern kann dann durch das Versprühen von nur auf Letztere wirkenden Herbiziden ausgeglichen werden. In der ökologischen Landwirtschaft wird meist später gesät und die Zeit zuvor dazu ausgenutzt, die Unkräuter schon einmal auskeimen zu lassen und dann durch eine weitere Bodenbearbeitung zu verschütten. Diese Vorgehensweise empfiehlt sich auch im Garten: möglichst früh im Jahr die Flachsfläche „schwarz machen“ und dann auf keimende Unkräuter achten, die je nach Temperatur und Feuchte nach einigen Tagen bis wenigen Wochen erscheinen. Diese unerwünschten Keimlinge werden dann unmittelbar vor der Aussaat mit der Hacke bearbeitet und abgerechelt. Der richtige Aussaatzeitpunkt steht allerdings immer nur im Nachhinein fest. Spätfröste oder für eine Keimung zu niedrige Temperaturen sind nur bei prophetischen Gaben voraus zu sehen. Die alte Regel: „Am hundersten Tag des Jahres säen und hundert Tage später ernten“ ist im Garten nicht so eng zu sehen: Selbst eine Aussaat Ende Mai kann noch sehr ordentlichen Flachs bringen. Entscheidend sind eher die Bedingungen, unter denen der Flachs keimt und aufläuft. Das kann bei Aussaat im März durchaus 20 Tage dauern, während es Ende April innerhalb einer Woche geschehen kann – muss aber nicht. Um eigene Erfahrungen zu sammeln bietet es sich an, die Fläche zu teilen und einen kleinen Versuch zum Aussaatpunkt von Faserlein zu wagen.</p>
<p>Aussaatmenge &#8211; breitwürfig oder in Reihe<br />
Die traditionelle Art Flachs auszusäen war, die Saat in weiten Schwüngen, mehrfach überlappend auszuwerfen und sie dann leicht einzuarbeiten. Dieses Verfahren benötigt allerdings viel Expertise in der gleichmäßigen Verteilung der Saat und hat zudem den Nachteil, dass durch die zwangsläufig unterschiedlich tiefe Ablage der Saat unter der Bodenoberfläche ein gleichmäßiger Auflauf nur schwer zu erreichen ist. Im Garten empfiehlt sich der Anbau in Reihen. In landwirtschaftlichem Maßstab wird dabei ein möglichst enger Reihenabstand (7cm –11cm) angestrebt. Das ist günstig für den Standraum der Einzelpflanze, ungünstig jedoch für eine mechanische Unkrautbekämpfung.<br />
Sofern die Fläche nicht so groß ist, dass eine Unkrautbekämpfung von Hand zur Tortur (kleiner etwa 30 qm) wird, empfiehlt sich die Aussaat in engen Reihen. Darüber sollte ein Reihenabstand von etwa 15 bis 18 cm, genug für den Einsatz einer schmalen Hacke, angestrebt werden. Aus dem Reihenabstand ergibt sich die Anzahl der Samen je Laufmeter Reihe und damit deren Gewicht: Bei 10 cm Reihenabstand ergeben sich je Quadratmeter eine 10 Laufmeter Reihe. Um beispielsweise einen Bestand von 1800 bis 1900 Einzelpflanzen je qm zu etablieren werden 2200 Samen ausgesät. Das entspricht dann 220 Samen je Laufmeter Reihe, mithin bei einem Tausendkorngewicht von 6,5 g einer Menge von etwa 14 g je Meter. Verwendet man als Saatgerät beispielsweise einen Yoghurtbecher mit einem kleinen Loch im Boden, durch das die Samen kontinuierlich „abfließen“, so ergibt sich aus der Geschwindigkeit, mit welcher der Yoghurtbecher über die Saatrille bewegt wird die Menge des ausgebrachten Samens. Mit Hilfe einer Küchenwaage und über einem markierten Stück Folie ausgebrachter Leinsaat kann man sich an die richtige Geschwindigkeit der Bewegung gut herantasten.<br />
Ob die „Saatfurche“ nun mit einem Zinken entlang einer Schnur oder mit Hilfe eines Brettes (mit der Schmalseite hin- und herrubbeln) hergestellt wird, ist weniger wichtig als ein feinkrümeliges Saatbett. Nur dann kann nach Einbringen der Saat in den Boden die Erde mit einer umgedrehten Harke kontrolliert so über die Rille geschoben werden, dass die Samen etwa 1-2 cm unter der Bodenoberfläche zu liegen kommen.<br />
Zu tief vergrabener Samen braucht sehr lange um zur Bodenoberfläche durchzustoßen, zu flach abgelegter Samen kann nach Anquellen und Auskeimen bei Trockenheit absterben. Oberflächlich sichtbarer Samen wird er leicht ein Opfer von Vögeln. Bleibt es nach der Aussaat längere Zeit trocken, empfiehlt es sich den Flachs so feucht zu halten, dass die Samen ungestört quellen, keimen und auflaufen können. Falls ein Schlagregen nach der Saat die Bodenoberfläche verschlämmt und zu einer Krustenbildung führt, ist es gleichfalls notwendig den Boden in der Phase feucht zu halten, in der die dann noch gelben Keimblätter versuchen die Bodenoberfläche zu durchstoßen.</p>
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		<title>Ängstliche Blicke zum Himmel – Flachsflächen  befinden sich in der kritischen Blühphase</title>
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		<pubDate>Tue, 02 Jul 2013 11:18:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Egon Heger]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Flachsanbau]]></category>

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		<description><![CDATA[Wären da nicht die in diesem Fall fast „beruhigenden“ Nachrichten, dass etwa  die Hälfte der westeuropäischen Flachsflächen nur einen unterdurchschnittlichen Mengenaufwuchs zeigen und daher nicht üppig stehen, so würden  angesichts der niedrigen Temperaturen , der vergleichsweise wenigen Sonnenstunden und der fast täglichen Verbindung von Regen und Wind die Blicke der Flachsanbauer ausschließlich auf den Himmel [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><div id="attachment_1475" style="width: 1123px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://bio-leinen.de/wp-content/uploads/2013/07/FlachsbluetevorRegengegenHi.jpg"><img class="size-full wp-image-1475" alt="Ungern gesehen - Regen zur Flachsblüte" src="http://bio-leinen.de/wp-content/uploads/2013/07/FlachsbluetevorRegengegenHi.jpg" width="1113" height="742" /></a><p class="wp-caption-text">Ungern gesehen &#8211; Regen zur Flachsblüte</p></div><span id="more-1474"></span></p>
<p>Wären da nicht die in diesem Fall fast „beruhigenden“ Nachrichten, dass etwa  die Hälfte der westeuropäischen Flachsflächen nur einen unterdurchschnittlichen Mengenaufwuchs zeigen und daher nicht üppig stehen, so würden  angesichts der niedrigen Temperaturen , der vergleichsweise wenigen Sonnenstunden und der fast täglichen Verbindung von Regen und Wind die Blicke der Flachsanbauer ausschließlich auf den Himmel gerichtet sein.</p>
<p>Zwar ist es nicht außergewöhnlich, dass  die schwere Blüte die Flachspflanze bei Regen zu Boden zieht, einige darauf folgende sonnige, warme und windige Tage reparieren diesen Schaden oft weit gehend.</p>
<p>Bleibt es aber bedeckt und regnerisch, so beginnt der untere Pflanzenbereich manchmal derart stark zu faulen, dass die betroffenen Flächen nicht nur wertlos sondern darüber hinaus praktisch nicht mehr zu ernten sind.</p>
<p>Vor diesem Hintergrund ist es günstig, dass viele Flachsflächen so „leicht“ sind, dass es schon sehr starken Regenböen  bedarf um sie ins Lager zu drücken.</p>
<p>Von der alten  Regel, dass der Flachs um die Blüte „braten“ möchte hat das diesjährige Wetter jedoch noch nichts gehört.</p>
<div id="attachment_1477" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://bio-leinen.de/wp-content/uploads/2013/07/PilzbefallLagerflachsBlog.jpg"><img class="size-full wp-image-1477" alt="Steht der Flachs für längere Zeit nicht aus dem Lager auf, finden Pilze ideale Lebensbedingungen, die bis zu einem Totalausfall führen können" src="http://bio-leinen.de/wp-content/uploads/2013/07/PilzbefallLagerflachsBlog.jpg" width="1200" height="900" /></a><p class="wp-caption-text">Steht der Flachs für längere Zeit nicht aus dem Lager auf, finden Pilze ideale Lebensbedingungen, die bis zu einem Totalausfall führen können</p></div>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Nicht sehr vielversprechendStand der Flachsanbauflächen in Westeuropa zum Johannistag 2013</title>
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		<pubDate>Mon, 24 Jun 2013 20:16:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Egon Heger]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Flachsanbau]]></category>

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		<description><![CDATA[Eigentlich sollte der „Flachsmonat“ Juni richten, was März, April und Mai verdorben hatten. Die Temperaturen und Bodenbedingungen im März, der üblichen Saatzeit in Frankreich und Teilen Belgiens, erlaubten nur die Aussaat marginaler Flächenanteile in der ersten Monatsdekade. Dies stellte sich im Nachhinein fast noch als Glücksfall heraus, sorgten doch die niedrigen Temperaturen verbunden mit zu [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Eigentlich sollte der „Flachsmonat“ Juni richten, was März, April und Mai verdorben hatten.</p>
<p>Die Temperaturen und Bodenbedingungen im März, der üblichen Saatzeit in Frankreich und Teilen Belgiens, erlaubten nur die Aussaat marginaler Flächenanteile in der ersten Monatsdekade.<br />
Dies stellte sich im Nachhinein fast noch als Glücksfall heraus, sorgten doch die niedrigen Temperaturen verbunden mit zu nassen Böden für einen so zögerlichen Auflauf, dass die Fröste um den 10. März den Flachs immerhin noch nicht über der Erde vorfanden.<span id="more-1355"></span></p>
<p>In der zweiten Aprildekade, mit rund drei Wochen Verspätung, konnte die Aussaat weit gehend abgeschlossen werden, allerdings sorgten die im Vergleich zum Vorjahr noch immer deutlich niedrigeren Luft- und Bodentemperaturen für langsamen Auflauf und Jugendentwicklung.<br />
Der Mai zeichnete sich in den meisten Anbauregionen durch reichlich Niederschläge, niedrige Temperaturen und wenig Sonnenstunden aus. Dadurch wurde das Streckungswachstum verlangsamt, ebenso aber auch die Bildung von Faser und Stützgewebe.</p>
<p>Davon abweichend zeigten sich die Verhältnisse in Norddeutschland: in Kleinmaßstab erreichte die Sorte Aurore trotz zögerlichem Aufgang dank Beregnung und Unkrautbekämpfung von Hand 30 Tage nach der Saat bereits eine Höhe von etwa 15 cm.</p>
<div style="width: 330px" class="wp-caption alignleft"><img alt="" src="http://bio-leinen.de/wp-content/uploads/2013/06/FlachsRohstoffgartAurore30T.jpg" width="350" height="427" /><p class="wp-caption-text">Nur 30 Tage nach der Aussaat erreicht die Sorte Aurore eine beeindruckende Höhe von gut 15 cm</p></div>
<p>Anfang Juni erreichten die Anfang März in Frankreich  gesäten Flachspflanzen gerade einmal 70 cm und zeigten die Knopsenanlage. Nach 90 Tagen in der Erde sollten die Bestände in der Regel bereits mehr als 90% ihrer endgültigen Höhe erreicht haben und in voller Blüte stehen. Der Größenunterschied zu dem einen Monat später gesäten Gros der Flächen fiel entsprechend bescheiden aus, selbst erst Mitte April gesäte Bestände waren zu diesem Zeitpunkt bereits 60 cm hoch.</p>
<div style="width: 330px" class="wp-caption alignleft"><img alt="" src="http://bio-leinen.de/wp-content/uploads/2013/06/BildBluehbeginn75cmOlga306K.jpg" width="350" height="427" /><p class="wp-caption-text">60 cm Längenwachstum in 17 Tagen: bei mehr als 3 Zentimeter am Tag kann man fast zusehen</p></div>
<p>Derzeit, zu Beginn der letzten Junidekade, stehen die früh gesäten Praxisflächen in der Vollblüte, das Gros der Flächen zeigt allererste Blüten, während spät gesäte Partien in etwa einer Woche blühen werden.</p>
<p>Der in einem extremen Spätsaatversuch am 3. Juni gesäte Flachs ist bereits etwa 15cm hoch und profitiert von der hohen lokalen Temperatursumme von etwa 360 °C innerhalb von 20 Tagen. Das ist mehr als die Hälfe der 550°C, die bis zum Blühbeginn &#8211; allerdings unter Kurztagsbedingungen – normal sind.</p>
<p>Was die Praxisflächen in Frankreich und Belgien betrifft, so kann bereits heute als sehr wahrscheinlich gelten, dass etwa die Hälfte der Flächen, rund 35 000 Hektar, in keinem Fall die hohen Fasererträge von 2012 erreichen werden.<br />
Die andere Hälfte muss zur Realisierung eines guten Ertrages die Blüte gut überstehen, was angesichts der prognostizierten Regenfälle in Verbindung mit kräftigem Wind nicht einfach sein wird. Und dann kommt ja auch noch Ernte&#8230;</p>
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		<title>Flachsernte 2012</title>
		<link>https://flachs.de/blog/2013/04/04/flachsernte2012-2/</link>
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		<pubDate>Thu, 04 Apr 2013 18:20:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Egon Heger]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Flachsanbau]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein guter Anfang Die Bedingungen zur Aussaat waren in den drei Hauptanbauländern sehr gut. In ein optimales Saatbett waren in Frankreich und Belgien bereits Mitte bzw.Ende März zwei Drittel der Gesamtfläche ausgesät, in den Niederlanden war die Aussaat Anfang April abgeschlossen. Insgesamt wurden in Westeuropa etwa 80.000 Hektar Flachs ausgesät. Die Größenordnung der Aussaatfläche entsprach [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Ein guter Anfang</p>
<p>Die Bedingungen zur Aussaat waren in den drei Hauptanbauländern sehr gut. In ein optimales Saatbett waren in Frankreich und Belgien bereits Mitte bzw.Ende März zwei Drittel der Gesamtfläche ausgesät, in den Niederlanden war die Aussaat Anfang April abgeschlossen. Insgesamt wurden in Westeuropa etwa 80.000 Hektar Flachs ausgesät. Die Größenordnung der Aussaatfläche entsprach in etwa dem  Durchschnitt der letzten 20 Jahre und war der Marktsituation angemessen.<span id="more-965"></span></p>
<p>Gleichmäßiger Auflauf<br />
Die guten Aussaatbedingungen in Verbindung mit ausreichenden Niederschlägen und relativ hohen Temperaturen ermöglichten einen gleichmäßigen und vollständigen Auflauf der Bestände. Allerdings stieg damit auch der Unkrautdruck an, so dass vielfach zwei Spritzgänge mit Mitteln gegen Unkräuter notwendig wurden.</p>
<p>Schnelles Streckungswachstum<br />
Mitte Mai waren in den südlichsten französischen Anbaugebieten häufig bereits Stängellängen von 20 cm erreicht, ausgiebige Niederschläge in den drei Haupterzeugungsländern sowie hohe Temperaturen führten insgesamt zu einem ungewöhnlich schnellen Streckungswachstum der Pflanzen.</p>
<p>Schneller Aufstieg – tiefer Fall<br />
Zu Beginn der 3. Junidekade kam es sowohl in Frankreich als auch in Belgien zu schweren Regenfällen mit Starkwind. Die etwas kürzeren oder spät gesäten Bestände waren weniger stark geschädigt; hier half das windige Wetter in der ersten Juliwoche den Pflanzen beim Wiederaufrichten (reversibles Lager). Besonders wüchsige Standorte mit hoher Bestandesdichte blieben jedoch mehr oder weniger Flächen deckend liegen (irreversibles Lager). Wie stets in solchen Fällen waren es die zunächst vielversprechensten Flächen, die<br />
am härtesten getroffen wurden.</p>
<p>Mehrstufige Ernte<br />
Der erste Ernteschritt, das Raufen, begann auf den früh gesäten Flächen bereits Anfang Juli.<br />
Das Gros der Flächen wurde etwa von Mitte Juli bis Anfang August gerauft, ganz am Ende standen bis Mitte August die ins Lager gegangenen und die zur Saatgutgewinnung bestimmten Flächen. Das Raufen wurde besonders in Frankreich durch sehr ergiebigen Niederschläge Mitte und Ende Juli behindert, welche die Ackerflächen teilweise bis zu einer Woche unbefahrbar machten. Zudem trockneten ins Lager gegangene Bestände extrem langsam ab; dabei war es schon schwierig genug trockenen Lagerflachs zu Raufen – nasser Lagerflachs strapazierte Maschinen und Nerven auf das Äußerste.</p>
<p>Der zweite Ernteschritt, das Wenden, erfolgte, je nach Wetter und Menge des Aufwuchses, etwa zwei bis vier Wochen nach dem Raufen. Das führte dazu, dass viele Anbaubetriebe einer Doppelbelastung von gleichzeitigem Raufen und erstem Wendedurchgang ausgesetzt waren.<br />
Dies war besonders gravierend auf den rund 12.000 ha umfassenden Vermehrungsflächen, da hier in der Regel bei dem ersten Wendedurchgang auch die Samenkapseln abgetrennt werden; dies ist jedoch nur bei sehr trockenen Bedingungen möglich.</p>
<p>Der generell starke Aufwuchs des Jahres 2012 und daraus resultierend ein dicker „Röststrohteppich“ verlangte sehr viel Regen für eine vollständige Röste. Dieser machte sich jedoch in August und September sehr rar, so dass viele Flächen nur knapp geröstet bzw. bis zu vier Mal gewendet mit dem dritten Ernteschritt, dem Pressen, geborgen werden konnten.</p>
<p>Bei günstigeren Witterungsbedingungen als in Frankreich waren in Belgien und den Niederlanden Mitte September die Erntearbeiten abgeschlossen. Zu diesem Zeitpunkt war in Frankreich weniger als die Hälfte der Aussaatfläche geborgen. Dort zog sich die Bergung bis Ende Oktober hin, bevor etwa 6000 Hektar schließlich aufgegeben werden mussten. Ein Teil davon musste sogar auf dem Feld verbrannt werden, weil einerseits sein Wert nicht einmal die Kosten für das Bergen rechtfertigte und andererseits ein Unterpflügen aufgrund der schieren Masse nicht möglich war.</p>
<p>Erträge<br />
Von der geernteten Fläche von etwa 75.000 ha wird ein Langfaserertrag von etwa 128.000 t sowie ein Wergertrag von etwa 45.000 t erwartet. Dies entspricht einem durchschnittlichen Langfaserertrag von etwa 1,7 t/ha bzw. einem Wergertrag von 0,6 t/ha, mithin einem Gesamtfaserertrag von 2,3 t/ha. Dies sind überdurchschnittliche Erträge, die zu einem guten Teil auf knapp gerösteten und damit ausbeutestarken Flachs sowie sehr hohe Stroherträge zurück zu führen sind. Zum Vergleich: In Osteuropa gilt ein Ernteertrag von 0,25 t/ha Langfaser und 0,6 t/ha Werg, entsprechend 0,85 t/ha Gesamtfaser durchaus als zufrieden stellend.</p>
<p>Die durchschnittlichen Preise für Langflachs, dem Ausgangsprodukt für feinste Textilien, bewegen sich im oberen Drittel des langjährigen Preiskorridors, mittlere Qualitäten werden um 2,20 €/kg gehandelt, Spitzenqualitäten um 2,50€/kg. Besorgnis erregend ist der vergleichsweise hohe Preis von 1,60 €/kg bis 1,80 €/kg für mindere Langflachsqualitäten: in der Vergangenheit waren solche Verhältnisse oft Vorboten von einem massiven Marktumschwung.</p>
<p>Ökologisch angebauter Flachs<br />
Die Nachfrage an qualitativ sehr hochwertigem, für feinste Garne geeignetem Langflachs aus kontrolliert biologischem Anbau ist aus der Kampagne 2012/2013 nicht zu bedienen. Besonders negativ in diesem Zusammenhang wirkte sich die lange Zeitdauer der Röste aus, in der auf ökologisch bewirtschafteten Flächen der ohnehin schon höhere Unkrautdruck durch den Wegfall der Konkurrenz der Kulturpflanze nochmals verstärkt wurde. Dadurch kam es zu einem unerwünschten Einwachsen des Flachsstrohes und damit zu einer deutlichen Qualitätsverschlechterung.</p>
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