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	<title>Flachs und Leinen &#187; Allgemein</title>
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	<description>Ein Netzwerk über Flachs und Leinen</description>
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		<title>Houttuynia cordata &#8211; mehr als nur hübsch anzusehen</title>
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		<pubDate>Thu, 23 Apr 2026 13:34:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Egon Heger]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Houttuynia cordata, zu deutsch Molchschwanz, Eidechsenschwanz oder Chamäleonpflanze, ist eine über Winter einziehende Pflanze aus der Familie Saururaceae. Sie gedeiht sehr gut an feuchten Standorten (z.B. an einem Teichrand) , wo sie über Sommer eine gewisse Dominanz entwickelt. An Inhaltsstoffen sind Cyanidin (kommt ansonsten vor allem in roten Beerenfrüchten vor) und die Flavonoide Kaempferol und Quercentin [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Houttuynia cordata, zu deutsch Molchschwanz, Eidechsenschwanz oder Chamäleonpflanze, ist eine über Winter einziehende Pflanze aus der Familie Saururaceae. Sie gedeiht sehr gut an feuchten Standorten (z.B. an einem Teichrand) , wo sie über Sommer eine gewisse Dominanz entwickelt.</p>
<p>An Inhaltsstoffen sind Cyanidin (kommt ansonsten vor allem in roten Beerenfrüchten vor) und die Flavonoide Kaempferol und Quercentin enthalten.</p>
<p>Kaempferol ist ein Phytoöstrogen und wird in Zusammenhang mit der Apoptose von Krebszellen untersucht. Es gibt Hinweise darauf, dass der östrogene Effekt von Kämpferol sich positiv auf die postmenopausale Osteoporose auswirken könnte.  Ferner werden Kaempferol antimikrobielle, antientzündliche, kardio- und neuroprotektive, analgetische und anxiolytische Wirkungen zugeschrieben.</p>
<p>Quercetin ist ein Polyphenol, weit verbreitet im Pflanzenreich und somit auch in vielerlei Nahrung (große Mengen in Brokkoli, Zwiebeln , Äpfeln oder grünen Bohnen).</p>
<p>Die Pflanze enthält außerdem ätherische Öle und Calciumoxalat.</p>
<p>Zwar wird Houttuynia cordata in Asien auch als Nahrungspflanze (Salat, Rhizome gekocht oder gebraten) genutzt, aufgrund des Gehaltes an Calciumoxalat ist &#8211; wie beispielsweise bei Blutampfer &#8211; ein übermäßiger Verzehr nicht sinnvoll.</p>
<p>Der Geschmack variiert je nach Kulturform und dem Erntezeitpunkt von orangenartig bis korianderartig oder ampferartig. Auch das aromatische Rhizom wird gegart gegessen.</p>
<p>Die medizinischen Wirkungen wurden neuerdings untersucht. In der asiatischen Volksmedizin gilt Houttuynia cordata (japanisch segiun „neue Energie im Fluss“, chinesisch 蕺菜 ji cai) als Heilpflanze. Ein Mus oder Presssaft aus ihren Blättern lindert Schwellungen. Daneben wird sie zur Diurese und Entgiftung verwendet, seine in der pflanzlichen Medizin bekannten antiviralen Eigenschaften konnten in einem medizinischen Test bestätigt werden.</p>
<p>Aus eigener positiver heraus Erfahrung heraus verwende ich einen Frischsaft von Houttuynia cordata neben Centella asiatica als Hauptbestandteil einer entzündungshemmenden und kühlenden Hautlotion.</p>
<p>Aus eigener positiver heraus Erfahrung heraus verwende ich einen Frischsaft von Houttuynia cordata neben Centella asiatica als Hauptbestandteil einer entzündungshemmenden und kühlenden Hautlotion.  <a href="http://flachs.de/wp-content/uploads/2026/04/Houttuynia-Bestand.-Shopjpg.jpg"><img class="  wp-image-2516 alignleft" src="http://flachs.de/wp-content/uploads/2026/04/Houttuynia-Bestand.-Shopjpg-700x700.jpg" alt="" width="632" height="632" /></a></p>
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		<title>Baumwolle &#8211; wichtigste Naturfaser und Spielball der Subventionspolitik</title>
		<link>https://flachs.de/blog/2017/06/19/baumwolle-wichtigste-naturfaser-und-spielball-der-subventionspolitik/</link>
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		<pubDate>Mon, 19 Jun 2017 09:08:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Egon Heger]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Baumwolle wird nahezu ausschließlich im &#8222;Baumwollgürtel&#8220;, einem breiten Streifen längs des Äquators angebaut. Mit einem weltweiten Jahresaufkommen in der Größenordnung von 26 Mio bis 28 Mio Tonnen Rohbaumwolle stellt sie die weitaus wichtigste Naturfaser dar. Aufgrund der teilweise aberwitzigen Anbauintensität entfallen auf den rund zweiprozentigen Anteil der Baumwolle an der weltweiten Ackerfläche &#8211; je nach [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Baumwolle wird nahezu ausschließlich im &#8222;Baumwollgürtel&#8220;, einem breiten Streifen längs des Äquators angebaut. Mit einem weltweiten Jahresaufkommen in der Größenordnung von 26 Mio bis 28 Mio Tonnen Rohbaumwolle stellt sie die weitaus wichtigste Naturfaser dar. Aufgrund der teilweise aberwitzigen Anbauintensität entfallen auf den rund zweiprozentigen Anteil der Baumwolle an der weltweiten Ackerfläche &#8211; je nach Quelle &#8211; 11 % bis 15% des weltweiten Pestizideinsatzes. Der großflächige Einsatz von genmanipulierten Baumwollsorten konnte daran nicht viel ändern, da die anvisierten Schädlinge häufig Resistenzen entwickelten und zudem bislang unbedeutende Schadorganismen mit exponentieller Zunahme auf die gentechnisch bedingte Reduktion ihrer Konkurrenz reagierten. Das Aufkommen an &#8222;echter&#8220; Biobaumwolle ist begrenzt, es krebst im Bereich von 1% am Gesamtaufkommen herum.<br />
Mindestens so sonderbar wie die Produktionsumstände (neben dem gewaltigen Pestizideinsatz sei noch an den immensen Wasserverbrauch im Bereich von 10.0000 Litern bis 20.000 Litern je Kilogramm (!) Baumwolle erinnert) ist die einzelstaatliche Subventionspolitik:<br />
Der aktuelle Baumwollpreis liegt bei etwa 1,40 €/kg Rohbaumwolle, zur letzten Preisspitze 2011 lag der Baumwollpreis bei etwas über 3 €/kg. Zwei der großen Anbauländer seien nun heraus gegriffen. Die chinesische Baumwollernte von etwa 7 Mio Tonnen wurde vom Staat mit rund 1 Mrd Euro subventioniert, was einer Förderung von etwa 0,15 €/kg Rohbaumwolle entspricht und damit hinsichtlich dem Subventionsniveau von etwa 10% des Marktpreises durchaus auf der Linie der EU liegt. Die US-amerikanische Baumwollernte von etwa 3 Mio Tonnen hingegen wurde mit rund 3 Milliarden Euro subventioniert, was etwa 1 € /kg und damit 71% des Marktpreises entspricht. Da könnte man schon auf den Gedanken einer Marktverzerrung kommen, zumal den afrikanischen Baumwollanbauländern nicht nur ohnehin die Mittel für eine solch aggressive Wirtschaftspolitik fehlen sondern darüber hinaus die Weltbank, bei denen sie regelmäßig in der Kreide stehen, diese Form der Wirtschaftsförderung grundsätzlich untersagt.Aber was bedeutet diese schreiende Ungerechtigkeit schon in Zeiten, in denen ein einziger Präsidenten-Tweet die Arbeit von zehntausenden Wissenschaftlern, hochrangiger Politiker und Millionen engagierter Menschen ins Abseits zu stellen vermag.So ist es auch kein Wunder, dass neben den technologisch bedingten Mehrkosten von baumwollähnlich hergerichteten Ramie-, Flachs- und Hanffasern deren indirekte ökologische Leistungen wie geringer oder kein Pestizideinsatz bzw. Bruchteil des agrarischen Wasserverbrauchs von Baumwolle ignoriert werden frei nach dem Motto: Gewinne kapitalisieren – ökologische Folgekosten sozialisieren</p>
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		<title>Flachsanbaufläche in Frankreich, Belgien und den Niederlanden steigt 2017 um rund 12000 Hektar</title>
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		<pubDate>Wed, 03 May 2017 19:39:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Egon Heger]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Nachdem bereits im Anbaujahr 2016 ein Zuwachs von etwa 10000 ha auf 107000 Hektar im Vergleich zu 2015 zu verzeichnen war, wird es in diesem Jahr erneut einen beträchlichen Flächenzuwachs in Größenordnung von etwa 12000 ha im westeuropäischen Flachsanbau geben. Dies ist der ungewöhnlich starken, seit Jahren kontinuierlich steigenden Nachfrage nach Langflachs geschuldet. Selbst die [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Nachdem bereits im Anbaujahr 2016 ein Zuwachs von etwa 10000 ha auf 107000 Hektar im Vergleich zu 2015 zu verzeichnen war, wird es in diesem Jahr erneut einen beträchlichen Flächenzuwachs in Größenordnung von etwa 12000 ha im westeuropäischen Flachsanbau geben.<br />
Dies ist der ungewöhnlich starken, seit Jahren kontinuierlich steigenden Nachfrage nach Langflachs geschuldet. Selbst die hinsichtlich Langfaserqualität und -menge allenfalls durchschnittliche Ernte 2016 findet zu Preisen von 1900 € bis 2400 €/t raschen Absatz. Selbst die aufgrund der teilweise in der Blüte von Regen und Wind niedergedrückten Flachsflächen mit minderen Langfaserqualitäten &#8211; man spricht hier von bis zu 30% der Gesamternte -finden zu Preisen zwischen 1300 € bis 1900 €/ha ihre Abnehmer.<br />
Mit rund 140 000 Tonnen Langflachs und 60 000 Tonnen gereinigtem Schwungwerg, mithin einem Faserertrag von rund 2000 kg/ha stellt Flachs die bei weitem ertragsstärkste (textile) Faserpflanze in Europa dar. Stellt man sich die Verteilung der Fasererträge je Flächeneinheit wie eine Glockenkurve vor wird deutlich, dass es zu missglückten Einzelflächen mit einem Ertrag von lediglich 1000 kg/ha Gesamtfaser in 2016 auch solche gegeben hat, die in der landwirtschaftlichen Praxis an 3000 kg/ha Gesamtfaser heran gereicht haben. Ob jedoch für den vermeintlich glücklichen Fall, dass die erweiterte Flachsanbaufläche 2017 der Branche einen Gesamtfaserertrag von 2500 kg/ha Gesamtfaser beschert die Nachfrage ausreicht um das hohe Preisniveau zu halten darf angezweifelt werden, ist doch im Flachs nichts so sicher wie der Wechsel.   </p>
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		<title>„Oberflächlich betrachtet“: Eine frühe Aussaat kann auch zu früh sein!</title>
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		<pubDate>Tue, 17 Jun 2014 09:05:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Egon Heger]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Flachsanbau]]></category>

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		<description><![CDATA[Der noch im März bejubelte allgemein frühe Aussaattermin hat auch seine Schattenseiten. Insbesondere auf den schwereren Böden in Nordfrankreich, beispielsweise in den Regionen Seine-et-Marne oder Aisne, in den belgischen Küstenregionen oder im Raum Liège sind Teile der Anbauflächen durch unregelmäßigen und lückenhaften Aufwuchs gekennzeichnet.! Die Ursachen dafür werden in der mangelnden Frostgare der dortigen Böden [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Der noch im März bejubelte allgemein frühe Aussaattermin hat auch seine Schattenseiten. Insbesondere auf den schwereren Böden in Nordfrankreich, beispielsweise in den Regionen Seine-et-Marne oder Aisne, in den belgischen Küstenregionen oder im Raum Liège sind Teile der Anbauflächen durch unregelmäßigen und lückenhaften Aufwuchs gekennzeichnet.! Die Ursachen dafür werden in der mangelnden Frostgare der dortigen Böden sowie einen zu frühen Bearbeitungstermin bzw. zu nassem Boden zur Saat gesehen.! Die Folge war ein klutiges Saatbett, welches insbesondere unter den zunächst trockenen Bedingungen nach der Einsaat zu einem Auflauf der Flachspflanzen in mehreren Welle geführt hat. Einzelne Flächen mussten gar umgebrochen und erneut gesät werden.! Von diesem Phänomen sind etwa 3000 bis 6000 ha Flachs in unterschiedlicher Schwere betroffen.!</p>
<div id="attachment_2318" style="width: 810px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://flachs.de/wp-content/uploads/2014/06/ZweiphasigerAuflauf-Kopie.jpg"><img src="http://flachs.de/wp-content/uploads/2014/06/ZweiphasigerAuflauf-Kopie.jpg" alt="Ein klutiges Saatbett erlaubt keine einheitliche Ablagetiefe der Flachssamen und führt leicht zu Keimung und Auflauf in mehren Wellen." width="800" height="600" class="size-full wp-image-2318" /></a><p class="wp-caption-text">Ein klutiges Saatbett erlaubt keine einheitliche Ablagetiefe der Flachssamen und führt leicht zu Keimung und Auflauf in mehren Wellen.</p></div>
<p>Das Gros der Flächen in den Hauptanbauländern Frankreich, Belgien und Niederlande steht recht gut, auch wenn es lokal deutliche Unterschiede infolge relativ knapper Niederschläge in den Wochen nach der Aussaat gibt.! Nach dem milden Winter stehen die Bereiche, in denen Winterflachs (also im Herbst gesäter Flachs) angebaut wurde sehr gut da, bereits zu Beginn der letzten Maidekade waren die Bestände vollständig abgeblüht und durchweg etwa 1 Meter hoch.!</p>
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		<title>Kein Vergleich mit Katastrophenjahren – von  Hagelschäden und lagerndem Flachs sind lediglich überschaubare Areale betroffen</title>
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		<pubDate>Mon, 16 Jun 2014 14:50:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Egon Heger]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Die jüngsten Gewitterstürme, die in Nordrhein-Westfalen gewaltige Schäden verursacht haben waren in den Flachsanbaugebieten Nordfrankreichs, Belgien und der Niederlande weitaus weniger ausgeprägt. Es wird von einem Anteil an Lager (niedergedrückte Flachspflanzen) in einer Größenordnung von 10% der Gesamtfläche berichtet, von dem sich ein Gutteil bei dem erwarteten sonnigen und windigen Wetter der nächsten Tage wieder [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Die jüngsten Gewitterstürme, die in Nordrhein-Westfalen gewaltige Schäden verursacht haben waren in den Flachsanbaugebieten Nordfrankreichs, Belgien und der Niederlande weitaus weniger ausgeprägt. Es wird von einem Anteil an Lager (niedergedrückte Flachspflanzen) in einer Größenordnung von 10% der Gesamtfläche berichtet, von dem sich ein Gutteil bei dem erwarteten sonnigen und windigen Wetter der nächsten Tage wieder aufrichten sollte.<span id="more-2308"></span><br />
Je nach Saattermin sind die Flächen in Vor- bis Vollblüte. Auf den glücklicherweise gleichfalls überschaubaren Flächen, auf denen ein Hagelschaden aufgetreten ist, hat dieser die Flachspflanzen in einer empfindlichen Phase getroffen: Der Flachsstängel knickt am Einschlag des Hagelkorns ab und wächst in einem Bogen wieder nach oben.</p>
<div id="attachment_2310" style="width: 810px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://flachs.de/wp-content/uploads/2014/06/ErgebnisHagelschadengut-Kopie.jpg"><img class="size-full wp-image-2310" alt="Gut nachvollziehbar, dass die Bruchstelle der Belastung der späteren Faserausarbeitung nicht gewachsen ist." src="http://flachs.de/wp-content/uploads/2014/06/ErgebnisHagelschadengut-Kopie.jpg" width="800" height="600" /></a><p class="wp-caption-text">Gut nachvollziehbar, dass die Bruchstelle der Belastung der späteren Faserausarbeitung nicht gewachsen ist.</p></div>
<p>Die Fasern an der Einschlagstelle reißen spätestens beim Schwingen ab und senken nicht nur anteilig den Langfaserertrag sondern wickeln sich auch um ihre Nachbarn und führen so zu einer nochmals niedrigeren Langfaserausbeute.</p>
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		<title>Ein Film über das Flachshecheln</title>
		<link>https://flachs.de/blog/2014/06/12/ein-film-ueber-das-flachshecheln/</link>
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		<pubDate>Thu, 12 Jun 2014 19:47:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Michael Päpke]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Es wird gezeigt, wie aus einer Handvolle Langflachs Hechelflachs verarbeitet wird. Dabei fällt grobes und feines Hechelwerg an.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Es wird gezeigt, wie aus einer Handvolle Langflachs Hechelflachs verarbeitet wird. Dabei fällt grobes und feines Hechelwerg an.</p>
<p><p><a href="https://flachs.de/blog/2014/06/12/ein-film-ueber-das-flachshecheln/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p><span id="more-2303"></span></p>
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		<title>Flachsaussaat im Kleinen &#8211; einige Tipps und Tricks</title>
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		<pubDate>Sun, 06 Apr 2014 10:44:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Egon Heger]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Flachsanbau im Kleinen kann zu einem wunderbaren Erlebnis werden, wenn einige Grund legende Eigenschaften und Bedürfnisse des Faserleins beachtet werden. Dabei spielt es nur eine untergeordnete Rolle ob es sich um eine Demonstrationsfläche in einem Freilichtmuseum, einem Schulgarten, einen Hausgarten oder ein Stück ackerbaulich genutzter Fläche handelt. Im Folgenden haben wir die wichtigsten Hinweise [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Der Flachsanbau im Kleinen kann zu einem wunderbaren Erlebnis werden, wenn einige Grund legende Eigenschaften und Bedürfnisse des Faserleins beachtet werden. Dabei spielt es nur eine untergeordnete Rolle ob es sich um eine Demonstrationsfläche in einem Freilichtmuseum, einem Schulgarten, einen Hausgarten oder ein Stück ackerbaulich genutzter Fläche handelt. Im Folgenden haben wir die wichtigsten Hinweise für „Neulinge“ zusammengefasst:<span id="more-2207"></span></p>
<p>Flächenauswahl<br />
Der Flachs wünscht sich möglichst viel Sonne. Beschattung durch Bäume oder Gebäude, die über wenige Stunden am Tag hinausgeht, quittiert er durch mastigen Wuchs und verzögerter, dafür fast nie enden wollender Blüte. Daher: Flachs stets auf der Südseite von Gebäude oder hohen Bäumen aussäen. Ähnliche Folgen hinsichtlich für den Wuchs bringt ein zu nährstoffreicher Boden mit sich. Viele Gärten sind insbesondere hinsichtlich des Nährstoffs Stickstoff überdüngt. Dort wächst der Flachs in den ersten Wochen zwar scheinbar prächtig, fällt aber zur Blüte hin um und steht nie wieder auf richtig auf; für eine Fasergewinnung ist er dann verdorben. Dies geschieht besonders dann, wenn zu einem hohen Stickstoffgehalt des Bodens auch noch eine tägliche Beschattung kommt. Zwar kann man durch über Kreuz gespannte Schnüre das Schlimmste verhindern, dennoch wird die Flachsfaser grob und wenig reißfest.</p>
<p>Bodenvorbereitung<br />
Der Flachs möchte „das Mittagsläuten hören“. Er ist ein Flachkeimer und wünscht ein über sich feinkrümelige Erde und unter sich einen Anschluss an das Kapillarwasser des Bodens. Daraus folgt, dass ein nach dem Umgraben grobscholliger Boden wieder „rückverdichtet“ werden muss. Wenn bereits im Herbst umgegraben wurde geschieht dies quasi von selbst über Winter. Bei Umgraben im Frühjahr kann es notwendig sein, vor allem Böden mit hohem Tonanteil mehrfach intensiv mit Hacke ober Übertritt auf der Ebene der Saatgutablage zu verdichten.</p>
<p>Sortenwahl<br />
Es gibt in der EU rund 25 für den Feldanbau zugelassene Faserleinsorten, die sich in Fasergehalt und -qualität, Wuchs- und Blühverhalten sowie Samenertrag und Lagerneigung unterscheiden. Die angebotene Faserleinsorte „Lisette“ ist ein typischer, blaublühender und hoch wachsender Fasertyp. Falls handelsübliche Leinsaat zu Ernährungszwecken – in der Regel Öllein – zur Verfügung steht, bietet es sich an, einen kleinen Bereich des vorgesehenen Areals mit diesem einzusäen. Spätestens nach 40 Tagen werden Sie den Unterschied erkennen. Zur Ernte wird der Öllein dann viel niedriger als der Faserlein sein und allenfalls die Hälfte seiner Faserausbeute bringen. Eine gute Faserleinsorte finden Sie im Flachsshop.</p>
<p>Aussaatzeitpunkt<br />
In der konventionellen Landwirtschaft wird der Flachs so früh wie möglich gesät. Seine mangelnde Konkurrenzkraft gegenüber Unkräutern kann dann durch das Versprühen von nur auf Letztere wirkenden Herbiziden ausgeglichen werden. In der ökologischen Landwirtschaft wird meist später gesät und die Zeit zuvor dazu ausgenutzt, die Unkräuter schon einmal auskeimen zu lassen und dann durch eine weitere Bodenbearbeitung zu verschütten. Diese Vorgehensweise empfiehlt sich auch im Garten: möglichst früh im Jahr die Flachsfläche „schwarz machen“ und dann auf keimende Unkräuter achten, die je nach Temperatur und Feuchte nach einigen Tagen bis wenigen Wochen erscheinen. Diese unerwünschten Keimlinge werden dann unmittelbar vor der Aussaat mit der Hacke bearbeitet und abgerechelt. Der richtige Aussaatzeitpunkt steht allerdings immer nur im Nachhinein fest. Spätfröste oder für eine Keimung zu niedrige Temperaturen sind nur bei prophetischen Gaben voraus zu sehen. Die alte Regel: „Am hundersten Tag des Jahres säen und hundert Tage später ernten“ ist im Garten nicht so eng zu sehen: Selbst eine Aussaat Ende Mai kann noch sehr ordentlichen Flachs bringen. Entscheidend sind eher die Bedingungen, unter denen der Flachs keimt und aufläuft. Das kann bei Aussaat im März durchaus 20 Tage dauern, während es Ende April innerhalb einer Woche geschehen kann – muss aber nicht. Um eigene Erfahrungen zu sammeln bietet es sich an, die Fläche zu teilen und einen kleinen Versuch zum Aussaatpunkt von Faserlein zu wagen. Grundsätzlich kann Faserlein von Anfang März bis Anfang Juni ausgesät werden, einer hohen Ertrag an guter Faser sollte man bei extrem früher oder später nicht unbedingt erwarten.</p>
<p>Aussaatmenge &#8211; breitwürfig oder in Reihe<br />
Die traditionelle Art Flachs auszusäen war, die Saat in weiten Schwüngen, mehrfach überlappend auszuwerfen und sie dann leicht einzuarbeiten. Dieses Verfahren benötigt allerdings viel Expertise in der gleichmäßigen Verteilung der Saat und hat zudem den Nachteil, dass durch die zwangsläufig unterschiedlich tiefe Ablage der Saat unter der Bodenoberfläche ein gleichmäßiger Auflauf nur schwer zu erreichen ist. Im Garten empfiehlt sich der Anbau in Reihen. In landwirtschaftlichem Maßstab wird dabei ein möglichst enger Reihenabstand (7cm –11cm) angestrebt. Das ist günstig für den Standraum der Einzelpflanze, ungünstig jedoch für eine mechanische Unkrautbekämpfung.<br />
Sofern die Fläche nicht so groß ist, dass eine Unkrautbekämpfung von Hand zur Tortur (kleiner etwa 30 qm) wird, empfiehlt sich die Aussaat in engen Reihen. Darüber sollte ein Reihenabstand von etwa 15 bis 18 cm, genug für den Einsatz einer schmalen Hacke, angestrebt werden. Aus dem Reihenabstand ergibt sich die Anzahl der Samen je Laufmeter Reihe und damit deren Gewicht: Bei 10 cm Reihenabstand ergeben sich je Quadratmeter eine 10 Laufmeter Reihe. Um beispielsweise einen Bestand von 1800 bis 1900 Einzelpflanzen je qm zu etablieren werden 2200 Samen ausgesät. Das entspricht dann 220 Samen je Laufmeter Reihe, mithin bei einem Tausendkorngewicht von 6,5 g einer Menge von etwa 14 g je Meter. Verwendet man als Saatgerät beispielsweise einen Yoghurtbecher mit einem kleinen Loch im Boden, durch das die Samen kontinuierlich „abfließen“, so ergibt sich aus der Geschwindigkeit, mit welcher der Yoghurtbecher über die Saatrille bewegt wird die Menge des ausgebrachten Samens. Mit Hilfe einer Küchenwaage und über einem markierten Stück Folie ausgebrachter Leinsaat kann man sich an die richtige Geschwindigkeit der Bewegung gut herantasten.<br />
Ob die „Saatfurche“ nun mit einem Zinken entlang einer Schnur oder mit Hilfe eines Brettes (mit der Schmalseite hin- und herrubbeln) hergestellt wird, ist weniger wichtig als ein feinkrümeliges Saatbett. Nur dann kann nach Einbringen der Saat in den Boden die Erde mit einer umgedrehten Harke kontrolliert so über die Rille geschoben werden, dass die Samen etwa 1-2 cm unter der Bodenoberfläche zu liegen kommen.<br />
Zu tief vergrabener Samen braucht sehr lange um zur Bodenoberfläche durchzustoßen, zu flach abgelegter Samen kann nach Anquellen und Auskeimen bei Trockenheit absterben. Oberflächlich sichtbarer Samen wird er leicht ein Opfer von Vögeln. Bleibt es nach der Aussaat längere Zeit trocken, empfiehlt es sich den Flachs so feucht zu halten, dass die Samen ungestört quellen, keimen und auflaufen können. Falls ein Schlagregen nach der Saat die Bodenoberfläche verschlämmt und zu einer Krustenbildung führt, ist es gleichfalls notwendig den Boden in der Phase feucht zu halten, in der die dann noch gelben Keimblätter versuchen die Bodenoberfläche zu durchstoßen.</p>
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		<title>Westeuropäische Flachsernte 2013 – wie aus „nicht sehr vielversprechend“ doch „immerhin recht gut“ werden kann</title>
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		<pubDate>Mon, 19 Aug 2013 10:02:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Annegret Erb]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Dem einen oder anderen Leser wird noch gegenwärtig sein, dass Mitte Juni unsere Einschätzung zum Flachsanbau in Westeuropa „nicht sehr vielversprechend“ lautete. Tatsächlich haben – wie befürchtet &#8211; die Starkregen und -winde Ende Juni den Flachs vor allem in Frankreich in nicht unerheblichem Maß „ins Lager“ niedergedrückt, glücklicherweise jedoch war das Lager reversibel: der Flachs [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_1642" style="width: 710px" class="wp-caption alignnone"><img class="size-full wp-image-1642" alt="Selbst wenn sich der Flachs nur teilweise aus dem „Lager“ wieder aufrichtet: bei trockenem, sonnigem Wetter ist auch ein solcher Bestand noch passabel zu ernten." src="http://bio-leinen.de/wp-content/uploads/2013/08/anschneidenlagerflachsblog.jpg" width="700" height="467" /><p class="wp-caption-text">Selbst wenn sich der Flachs nur teilweise aus dem „Lager“ wieder aufrichtet: bei trockenem, sonnigem Wetter ist auch ein solcher Bestand noch passabel zu ernten.</p></div>
<p>Dem einen oder anderen Leser wird noch gegenwärtig sein, dass Mitte Juni unsere Einschätzung zum Flachsanbau in Westeuropa „nicht sehr vielversprechend“ lautete. Tatsächlich haben – wie befürchtet &#8211; die Starkregen und -winde Ende Juni den Flachs vor allem in Frankreich in nicht unerheblichem Maß „ins Lager“ niedergedrückt, glücklicherweise jedoch war das Lager reversibel: der Flachs konnte sich in der prompt folgenden Trockenphase unter dem Einfluss von Sonne und Wind weit gehend wieder aufrichten. Und dies, obwohl insbesondere die spät gesäten Partien in kurzer Zeit gewaltig an Höhe und Masse zugelegt hatten und deswegen besonders sensibel hinsichtlich Lagergefahr waren.<span id="more-1638"></span></p>
<p>In der 2. Julidekade wurde unter überwiegend guten Bedingungen, d.h. bei stehendem Flachs und trockenem Wetter unter Hochdruck gerauft.</p>
<p>Zu Beginn der 3. Julidekade war etwa die Hälfte der französischen Anbauflächen gerauft, zum Monatswechsel August hatten gut 65000 ha oder 80% den ersten Ernteschritt hinter sich.<br />
Insbesondere in Frankreich fielen nach dem Raufen erhebliche Mengen an Niederschlag, lokal bis zu 120 mm. Damit wurde die Röste außerordentlich befördert, so dass derzeit die Wendearbeiten in allen drei Erzeugungsländern (F, B, NL) in vollem Gange sind. Dort wo besonders viel Regen fiel, hat Oberflächenwasser die Schwade verwirrt, so dass manuell geordnet werden musste bzw. Teile des Erntegutes verworfen wurden.</p>
<div id="attachment_1640" style="width: 710px" class="wp-caption alignnone"><img class="size-full wp-image-1640" alt="Ein Schaden durch abgeschwemmtes Flachsstroh kann nur in abschüssigem Gelände auftreten und war in diesem minder gravierenden Fall durch zwei Stunden Handarbeit zu reparieren." src="http://bio-leinen.de/wp-content/uploads/2013/08/wasserschaden_schwad_2.jpg" width="700" height="467" /><p class="wp-caption-text">Ein Schaden durch abgeschwemmtes Flachsstroh kann nur in abschüssigem Gelände auftreten und war in diesem minder gravierenden Fall durch zwei Stunden Handarbeit zu reparieren.</p></div>
<p>Lokale Stürme haben anderenorts (dort wo es nicht zuvor oder gleichzeitig regnete) den Flachs zu Walzen aufgetürmt. Dies macht noch viel mehr Handarbeit als abgeschwemmte Schwade bzw. schwer betroffene Flächenteile sind gar nicht mehr zu retten. Außerdem gibt es definitiv ein Entsorgungsproblem, denn außer durch Feuer sind meterhohe Walzen aus ineinander verknotetem Flachsstroh nicht zu beseitigen.</p>
<div id="attachment_1641" style="width: 710px" class="wp-caption alignnone"><img class="size-full wp-image-1641" alt="Allein eine kleine, eng begrenzte Windhose kann einiges an Flachsstroh verderben – nicht auszudenken wenn viele Hektare betroffen sind." src="http://bio-leinen.de/wp-content/uploads/2013/08/windhose_in_roeststroh.jpg" width="700" height="467" /><p class="wp-caption-text">Allein eine kleine, eng begrenzte Windhose kann einiges an Flachsstroh verderben – nicht auszudenken wenn viele Hektare betroffen sind.</p></div>
<p>Von beiden Phänomenen sind jedoch nur wenige hundert Hektar betroffen, so dass die positiven Entwicklungen weit überwiegen.<br />
Die ersten der früh gerauften Flächen werden inzwischen geborgen; aufgrund des nicht zu dicken Schwades und der zügig ablaufenden Röste kam man mit zwei Wendedurchgängen aus, so dass generell ein gute Parallellage der Stängel im Schwad und damit eine gute Faserausbeute in der Schwinge in Aussicht steht.<br />
Man geht derzeit von einem mittleren Ertrag an Röststroh zwischen 7 und 7,5 t aus, der Fasergehalt wird als „gut“ erwartet.</p>
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		<title>Flachsernte im Rohstoffgarten &#8211; der erste Saattermin ist eingebracht</title>
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		<pubDate>Fri, 16 Aug 2013 07:51:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Egon Heger]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Zum Tanz in den Mai lugten die Keimlinge der Flachspflanzen nur wenige Zentimeter aus der Erde, ab dem 20. Juli wäre die Ernte dem Entwicklungsstand der Pflanzen nach möglich gewesen, schließlich haben wir uns jedoch entschieden erst sehr spät – d.h. am 9. August &#8211; zu raufen, da wir den Wunsch unserer Kunden nach voll [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Zum Tanz in den Mai lugten die Keimlinge der Flachspflanzen nur wenige Zentimeter aus der Erde, ab dem 20. Juli wäre die Ernte dem Entwicklungsstand der Pflanzen nach möglich gewesen, schließlich haben wir uns jedoch entschieden erst sehr spät – d.h. am 9. August &#8211; zu raufen, da wir den Wunsch unserer Kunden nach voll ausgebildeten Samenkapseln antizipiert haben. Für unsere Versuche zu Fragen von Röstverfahren haben tatsächlich bereits ab Mitte Juli kleine Teilernten durchgeführt, da auch die Beurteilung von Faserqualitäten Gegenstand dieser Untersuchungen ist.<br />
Das Handraufen – also das Herausreißen der Flachspflanzen mitsamt Teilen der Wurzeln aus dem Boden &#8211; gestaltete sich insoweit schwierig, als die durchgeführte Unkrautbekämpfung von Hand deutlich weniger wirksam als eine Herbizidbehandlung ist und so reichlich Vogelwicke und Windender Knöterich eine aufwendige Sortierung von jeder Handvoll Erntegut notwendig machte. Deshalb wurde mit nur einer Hand gerauft, um mit der anderen Hand das Bündel sofort von Unkraut zu befreien.<span id="more-1598"></span></p>
<div id="attachment_1620" style="width: 330px" class="wp-caption alignleft"><img class="wp-image-1620 " alt="" src="http://bio-leinen.de/wp-content/uploads/2013/08/handraufe_2013-375x500.jpg" width="320" height="427" /><p class="wp-caption-text">Besondere Umstände erfordern besondere Maßnahmen: wegen der vielen Unkräuter wurde nur einhändig gerauft.</p></div>
<p><img class="wp-image-1619 alignright" alt="buendel_gruenflachs_erde" src="http://bio-leinen.de/wp-content/uploads/2013/08/buendel_gruenflachs_erde.jpg" width="320" height="427" /></p>
<p>Trotz der trockenen Witterung in der Woche vor dem Raufen haftete an den Wurzeln einiges an Erde. Dies hatte seine Ursache offenbar in der sehr guten Bodengare, die nicht zuletzt der Vorfrucht Kartoffeln geschuldet war. Diese Erde konnte jedoch sehr leicht abgeklopft werden und hinterließ an den Pflanzen mehr Wurzelanteile, als dies beim großtechnischen Maschinenraufen üblich ist.</p>
<p>Das Ergebnis jedoch kann sich sehen lassen: sehr schöne Bündel Grünflachs (ja, obwohl offensichtlich von gelber Farbe wird getrocknetes Flachsstroh als „Grünflachs“ bezeichnet und bildet mit „Röstflachs“, also aufgeschlossenem, geröstetem Flachsstroh, ein Begriffspaar)</p>
<div id="attachment_1611" style="width: 710px" class="wp-caption alignnone"><img class=" wp-image-1611  " alt="" src="http://bio-leinen.de/wp-content/uploads/2013/08/flachsbuendel_licht_gut.jpg" width="700" height="466" /><p class="wp-caption-text">An den weitaus überwiegend braunen Samenkapseln ist zu erkennen, dass der Erntezeitpunkt relativ spät gewählt wurde.</p></div>
<p>Als deutlich weniger erfreulich stellen sich die Verhältnisse bei dem extremen Spätsaatversuch vom 3. Juni dar: Zum Monatwechsel Juli/August stand der Versuch in Blüte, was immerhin einer extrem verkürzten Entwicklungsdauer von weniger als 60 Tagen von Aussaat bis Blüte entspricht.</p>
<p><img class="size-full wp-image-1614" alt="Zu diesem Zeitpunkt noch gut anzuschauen – Spätsaatversuch zwischen Blühbeginn und Vollblüte." src="http://bio-leinen.de/wp-content/uploads/2013/08/spaetsaatversuch_vollbluete_29_Juliorg.jpg" width="700" height="525" /></p>
<p>Auch war der Unkrautfdruck aufgrund des späten Saattermins viel geringer als im geernteten Feld, für die Frühjahrskeimer war es zu spät, lediglich einige sommerkeimende Gräser konnten sich etablieren. Allerdings hat inzwischen der Echte Mehltau als ausgemachter „Schönwetterpilz“ den Bestand fest im Griff. Da wir im Rohstoffgarten auf synthetische Fungizide verzichten (und mir der Tipp mit einer Milch-/Wassermischung 1:8 jeden 2. Tag zu spritzen erst soeben bekannt wurde) wird wohl der Natur freien Lauf gelassen werden müssen.</p>
<p><img class="size-medium wp-image-1613 alignleft" alt="Der zunächst weißlich-gelbliche Belag des Echten Mehltau auf der Oberseite der Blätter reduziert die Menge der gebildeten Assimilate, verzögert so Wachstum und Abreife und führt zu deutlichen Mindererträgen." src="http://bio-leinen.de/wp-content/uploads/2013/08/spaetsaatversuch_13_aug_bluehende-org-375x500.jpg" width="375" height="500" /></p>
<p>Erwähnenswert ist vielleicht noch der Umstand, dass unter den extremen Spätsaatbedingungen offenbar alle Samen aufgelaufen bzw. gierigen Interessenten aus der Vogel- und Insektenwelt entgangen sind. In der Folge ist der Bestand doch sehr dicht geworden, stellenweise kann man mehr als 2300 Pflanzen je Quadratmeter finden. An einigen Stellen konnte der Boden diese Masse nicht vollständig ernähren, so dass &#8211; anders als bei Spätsaat üblich – dort die Pflanzenhöhe mit 75 cm bis 80 cm unbefriedigend blieb.</p>
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		<title>Stand Anbaujahr 2013</title>
		<link>https://flachs.de/blog/2013/06/25/stand-anbaujahr-2013/</link>
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		<pubDate>Tue, 25 Jun 2013 10:18:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Egon Heger]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Nicht sehr vielversprechend – aktueller Stand der Flachsanbauflächen in Westeuropa Eigentlich sollte der „Flachsmonat“ Juni richten, was März, April und Mai verdorben hatten. Die Temperaturen und Bodenbedingungen im März, der üblichen Saatzeit in Frankreich und Teilen Belgiens, erlaubten nur die Aussaat marginaler Flächenanteile in der ersten Monatsdekade. Dies stellte sich im Nachhinein fast noch als [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<h4>Nicht sehr vielversprechend – aktueller Stand der Flachsanbauflächen in Westeuropa</h4>
<p>Eigentlich sollte der „Flachsmonat“ Juni richten, was März, April und Mai verdorben hatten. Die Temperaturen und Bodenbedingungen im März, der üblichen Saatzeit in Frankreich und Teilen Belgiens, erlaubten nur die Aussaat marginaler Flächenanteile in der ersten Monatsdekade. Dies stellte sich im Nachhinein fast noch als Glücksfall heraus, sorgten doch die niedrigen Temperaturen verbunden mit zu nassen Böden für einen so zögerlichen Auflauf, dass die Fröste um den 10. März den Flachs immerhin noch nicht über der Erde vorfanden. In der zweiten Aprildekade, mit rund drei Wochen Verspätung, konnte die Aussaat weitgehend abgeschlossen werden, allerdings sorgten die im Vergleich zum Vorjahr noch immer deutlich niedrigeren Luft- und Bodentemperaturen für langsamen Auflauf und Jugendentwicklung. Der Mai zeichnete sich in den meisten Anbauregionen durch reichlich Niederschläge, niedrige Temperaturen und wenig Sonnenstunden aus. Dadurch wurde das Streckungswachstum verlangsamt, ebenso aber auch die Bildung von Faser und Stützgewebe.<span id="more-896"></span></p>
<h4>Davon abweichend zeigten sich die Verhältnisse in Norddeutschland:</h4>
<p>in Kleinmaßstab erreichte die Sorte Aurore trotz zögerlichem Aufgang dank Beregnung und Unkrautbekämpfung von Hand 30 Tage nach der Saat bereits eine Höhe von etwa 15 cm.</p>
<div id="attachment_906" style="width: 810px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://flachs.de/wp-content/uploads/2013/06/FlachsRohstoffgartenAurore30TagenachSaat.jpg"><img class="size-full wp-image-906" alt="Nur 30 Tage nach der Aussaat erreicht die Sorte Aurore eine ordentliche Höhe" src="http://flachs.de/wp-content/uploads/2013/06/FlachsRohstoffgartenAurore30TagenachSaat.jpg" width="800" height="532" /></a><p class="wp-caption-text">Nur 30 Tage nach der Aussaat erreicht die Sorte Aurore eine ordentliche Höhe</p></div>
<p>Anfang Juni erreichten die Anfang März gesäten Flachspflanzen gerade einmal 70 cm und zeigten die Knopsenanlage. Nach 90 Tagen in der Erde sollten die Bestände in der Regel bereits mehr als 90% ihrer endgültigen Höhe erreicht haben und in voller Blüte stehen. Der Größenunterschied zu dem einen Monat später gesäten Gros der Flächen fiel entsprechend bescheiden aus, selbst erst Mitte April gesäte Bestände waren zu diesem Zeitpunkt bereits 60 cm hoch.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_903" style="width: 610px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://flachs.de/wp-content/uploads/2013/06/FlachsAufwuchs75cm23Juni13.jpg"><img class="size-full wp-image-903" alt="45 cm Längenwachstum in 13 Tagen: bei mehr als 3 Zentimeter am Tag kann man fast zusehen" src="http://flachs.de/wp-content/uploads/2013/06/FlachsAufwuchs75cm23Juni13.jpg" width="600" height="800" /></a><p class="wp-caption-text">45 cm Längenwachstum in 13 Tagen: bei mehr als 3 Zentimeter am Tag kann man fast zusehen</p></div>
<p>Derzeit, zu Beginn der letzten Junidekade, stehen die früh gesäten Praxisflächen in der Vollblüte, das Gros der Flächen zeigt allererste Blüten, während spät gesäte Partien in etwa einer Woche blühen werden.</p>
<p>Der in einem extremen Spätsaatversuch am 3. Juni gesäte Flachs ist bereits etwa 10 cm hoch und profitiert  von der hohen lokalen Temperatursumme von etwa 290 °C innerhalb 15 Tagen. Das ist mehr als die Hälfte der 550°C, die bis zum Blühbeginn &#8211; allerdings unter Kurztagsbedingungen – normal sind. Was die Praxisflächen in Frankreich und Belgien betrifft, so kann bereits heute als hochwahrscheinlich gelten, dass etwa die Hälfte der Flächen, rund 35 000 Hektar, in keinem Fall die hohen Fasererträge von 2012 erreichen werden. Die andere Hälfte muss zur Realisierung eines guten Ertrages die Blüte gut überstehen, was angesichts der prognostizierten Regenfälle in Verbindung mit kräftigem Wind nicht einfach sein wird. Und dann kommt ja auch noch Ernte&#8230;</p>
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